KKSG Gächingen 1957 e.V.
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Luftpistole
Sportliches Schießen im Team
luftpistole1

Die Luftpistole ist eine Druckluftwaffe, die beim Schießsport  (Luftpistolenschießen) zum Einsatz kommt.

Konstruktion

Für Luftpistolen gibt es  verschiedene Konstruktionen. Bei älteren Ausführungen wurde der Lauf in  die Waffe gedrückt, wodurch eine starke Feder gespannt wurde. Beim  Betätigen des Abzuges wurde unter starkem Prellschlag ein Projektil  abgeschossen. Bei weiteren Entwicklungen wurde der Lauf nach unten  abgeknickt und spannte dabei ebenfalls eine Feder mit einem  Luftverdichtungskolben. Nach dem Schließen der Waffen drückte beim  Betätigen des Abzuges der Kolben die Luft zusammen und die Kugel wurde  ebenfalls mit einem deutlichen Prellschlag abgeschossen. Die Bemühungen  der Konstrukteure gingen dahin, diesen Prellschlag mehr und mehr zu  reduzieren.

Moderne Luftpistolen gibt es in  vier verschiedenen Ausführungen: mit seitlichem Spannhebel, mit  Pressluft oder CO2-Kartusche oder als Selbstkomprimierer,  wobei aktuelle Wettkampf-Luftpistolen (oft auch als Match(luft)pistolen bezeichnet) nur noch Pressluft als Treibmittel  verwenden. Als Munition werden in der Regel Diabolos vom Kaliber 4,5 mm  verwendet, die einen Durchmesser von 4,48 bis 4,52 mm und ein Gewicht um  0,5 g haben.

Alle moderne Wettkampfpistolen  lassen sich mit zahlreichen Feineinstellungen (z.B. Größe und Position  von Griff und Abzug oder Abzugsgewicht) an den Schützen anpassen.  Spezialanfertigungen von Griffen sind möglich und individuelle  Bearbeitungen durchaus üblich, jedoch durch die Sportordnung des  Deutschen Schützenbundes und anderer Schießsportverbände geregelt. Bei  Wettkämpfen gibt es weitere Einschränkungen.

Luftpistolen haben zwar einige  Gemeinsamkeiten mit Airsoftwaffen und Paintballmarkierern: Auch die  werden mit Druckluft betrieben, die waffenrechtliche Stellung ist  ähnlich, und auch die Preise können für hochwertige Waffen durchaus auch  über tausend Euro liegen. Sehr unterschiedlich ist aber der  Anwendungszweck und dementsprechend die technische Ausführung: Das  Reglement für sportliches Schießen mit der Luftpistole schreibt die  Verwendung von einzelnen (in wenigen Ausnahmen auch fünf) 4,5 mm -  Diabolos vor. Match-Luftpistolen haben hochpräzise, gezogene Läufe, so  dass (bei zu Testzwecken eingespannter Pistole) die Streuung bei fünf  Schuss auf zehn Meter Entfernung ein einziges Loch von unter zehn  Millimetern ergeben sollte. Airsoft- und Paintballwaffen schießen (u.a.  durch die runde Munition und die vergleichsweise eher geringe  Geschossgeschwindigkeit bedingt) mit deutlich geringerer Präzision aber  halb- oder sogar vollautomatisch

Schießen mit der Luftpistole ist  seit Seoul 1988 eine olympische Disziplin.

Das Luftpistolenschießen findet grundsätzlich in der Anschlagsart “stehend freihändig” statt, d.h. die  Luftpistole darf nur mit einer Hand gehalten und nirgendwo aufgestützt  werden. Die Ziele (s. Bild "Schießscheibe") sind 10 m entfernt, und ihre  wichtigsten Abmessungen sind: 17 cm x 17 cm Kantenlänge, Abstand der  Ringe voneinander 8 mm, der Durchmesser des 7er-Kreises (also der auf  die Entfernung sichtbare, schwarze Spiegel) beträgt 59,5 mm, der  Zehnerkreis hat einen Durchmesser von 10,5 mm mit einem Innenzehner genannten zusätzlichen Ring von 5 mm Durchmesser.
 

Waffenrechtlicher Hinweis

In Deutschland sind  Luftdruckwaffen bis zu einer Mündungsenergie von 7,5 Joule an Personen  ab 18 Jahre frei verkäuflich (Erwerb), sofern sie den ”F-im-Fünfeck”-Stempel  tragen. Das geladene oder ungeladene Tragen von Luftdruckwaffen  (“Führen”) in der Öffentlichkeit ist untersagt. Hierfür wäre ein  Waffenschein Voraussetzung, der jedoch für Luftdruckwaffen grundsätzlich  nicht ausgestellt wird. Der Transport einer nicht schussbereiten und  nicht zugriffsbereiten (verpackten) Waffe z.B. zu einem Schützenhaus  oder anderen Schießsportstätten gilt als erlaubnisfreies Führen und ist  statthaft, ebenso ist das Schießen auf privaten Grundstücken  erlaubnisfrei. Beim Schießen mit Luftdruckwaffen muss gewährleistet  sein, dass Geschosse einen befriedeten Bereich, also im Allgemeinen das  Grundstück, nicht verlassen können (WaffG, §12 (Ausnahme von  Erlaubnispflichten), Abs. (4), 1a)). Das Mindestalter für das Schießen  mit Luftdruckwaffen im Schießsport beträgt in Deutschland 12 Jahre, mit  Ausnahmegenehmigungen auch schon ab 10 Jahren. Allerdings gilt dieses  Alter nur für das Schießen in einem Verein unter Aufsicht. Im privaten  Bereich ist Jugendlichen unter 12 Jahren jeglicher Umgang mit  Luftdruckwaffen untersagt.

Quelle: wikipedia

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