KKSG Gächingen 1957 e.V.
Logo KKSG
Freie Pistole
Sportliches Schießen im Team
freiepistole

Der Begriff Freie Pistole ist einerseits die traditionelle  Bezeichnung der olympischen Schießsportdisziplin "50m Pistole", die vom  Deutschen Schützenbund (DSB) und der International Shooting Sport  Federation (ISSF) betrieben wird und bezeichnet andererseits das dabei  verwendete Sportgerät.

Die Waffe

Die wichtigsten Reglementierungen,  die die Sportordnung des DSB für die freie Pistole gibt, sind u.a.:

  • Die Waffen müssen Munition des  Kalibers .22 lfB (Kleinkaliber) verschießen.
  • Es sind nur offene Visierungen  gestattet, also keinerlei optische (oder sonstige) vergrößernde  Hilfsmittel
  • Das Handgelenk der Schusshand  muss frei beweglich bleiben. (Die Pistole muss mit einer Hand  gehalten werden.)
  • Der Schuss muss mit der  Schusshand ausgelöst werden.
  • Das Abzugsgewicht der Waffe  ist beliebig und darf mit bloßer Hand verstellbar sein.
  • Mehrlader müssen als  Einzellader betrieben werden.

Freie Pistolen sind von  beschränkenden Regeln, die das Abzugsgewicht, Waffengewicht und  Abmessungen betreffen, praktisch befreit. Typisch für die freie Pistole  sind ein sehr niedriges Abzugsgewicht und ein sorgfältig an die  individuelle Hand angepasster, “orthopädischer” Griff, der die ganze  Hand (nicht aber das Handgelenk!) umschließt, um das „Verwackeln“ beim  Abziehen zu vermindern sowie ein sehr langer Abstand zwischen Kimme und  Korn, was das exakte Zielen begünstigt. Durch den meist sehr langen (ca.  30 cm) Lauf, den die Hand umschließenden Griff und das Fehlen eines  Magazins ergibt sich meist ein eher ungewöhnliches Aussehen. Einige  Hersteller von freien Pistolen setzen auf elektronische  Abzugsmechanismen, bei denen die herkömmliche Mechanik (Stecher) durch  einen elektrischen Impuls ersetzt wird.

Der wohl bekannteste Hersteller  von Freien Pistolen ist die russische Firma IZH (IZHEVSKY MEKHANICHESKY  ZAVOD), die unter dem Markennamen "Baikal" die Pistole TOZ 35 fertigte.  Andere Firmen wie Pardini, Morini, Hämmerli und bis 2003 Steyr sind  ebenfalls namhafte Hersteller von qualitativ sehr hochwertigen  Sportwaffen.

Die Sportart

Die Sportart der "freien Pistole"  wird in Sportschützenkreisen als eine Königsdisziplin bezeichnet, u.a.  weil sie schon wegen der langen Wettkampfdauer von zwei Stunden so  dauerhaft Konzentration verlangt wie keine andere. Und wohl auch, weil  vom Ziel auf die Entfernung nur ein schwarzer Punkt nur knapp zu  erkennen ist, wobei dieser schwarze Punkt (mit 20 cm Durchmesser) gerade  mal sieben Punkte wert ist.
 

Die Disziplin wird auf eine  Entfernung von 50 m geschossen. Die Zielscheiben sind die gleichen wie  sie bei 25m-Wettbewerben benutzt werden (Durchmesser der "10" 50 mm,  Durchmesser der "1" 500 mm). Das reguläre Wettkampfprogramm besteht aus  60 Schuss in 120 Minuten. Bei internationalen Wettkämpfen werden auf  jede (Papier-)Scheibe 5 Schuss abgegeben, danach wird die Scheibe  gewechselt. In den letzten Jahren sind allerdings bei den hochrangigen  Wettkämpfen (z.B. Deutsche Meisterschaft) elektronische Ziele Standard  geworden, bei denen das Wechseln entfällt. Bei Wettkämpfen auf  niedrigerer Ebene (z.B. Gau, Kreis, Bezirk) werden mitunter 10 statt 5  Schuss pro Scheibe abgegeben und auch “kleine” Programme (z.B. 30 Schuss  in 60 Minuten) abgehalten.
 

Den bis zum heutigen Zeitpunkt  gültigen Weltrekord von 581 Ringen (von 600 möglichen) stellte der  sowjetische Sportschütze Alexander Melentjew bei den Olympischen  Sommerspielen 1980 in Moskau auf. Bereits 1979 stellte Harald Vollmar  mit dem gleichen Ergebnis den aktuellen deutschen Rekord auf, der aber  kurioserweise, weil er nicht bei Weltmeisterschaft oder olympischen  Spielen erzielt wurde, nicht als Weltrekord zählt.

Quelle: wikipedia

[Startseite] [Der Verein] [Aktuelles] [Infos] [Disziplinen] [Wettkämpfe] [Terminkalender] [Kontakt/Lage] [Impressum]

KKSG Gächingen 1957 e.V.  -  Gomadinger Straße  -  72813 St.Johann-Gächingen - Telefon 07122/1262 od. 0160/1789889